FirmenhistorieChronologie

 

 

Firmenhistorie der Bernsteinschleiferei Herbert Marx

 

Mein Großvater, Herr Herbert Marx verdiente sich in den 60er Jahren, zusammen mit seiner Frau Erna, seine Brötchen als Edelsteinbohrer.
Wohnhaft waren sie damals zusammen mit meinen Eltern und Geschwistern in der Idarwaldstraße in Bruchweiler. Da das Geschäft nicht besonders lief, nahm er Kontakt mit einer ihm bekannten Firma auf, die baltischen Naturbernstein verarbeitete.
Er erhielt Rohware und Arbeitsaufträge in Lohnarbeit.
Anfangs entwickelte und konstruierte er einfache Maschinen (Schneidmaschine, Cabochonmaschine) zur Produktion.
Alle Arbeitsvorgänge, wie effektives Schneiden, Brennen der Steine, Glattmachen bis hin zur Fertigpolitur, musste er in mühsamer Kleinarbeit selbst erforschen.
Nachdem die Betriebsstätte zu klein wurde (ein Kellerraum), kauften die Großeltern ein Haus in der Birkenstraße 1 in Bruchweiler. Hier standen 3 Kellerräume zur Verfügung. Das Wohnzimmer wurde zusätzlich als Büro genutzt.

 

Durch den selbsterworbenen, hohen Qualitätsstandard hob man sich schnell von der am Markt üblichen Bernsteinware ab und die Auftragslage war gut. Im Jahr 1977 beschloss mein Vater, Herr Herbert Stieh, nach 25 jähriger Tätigkeit bei der Fa. Fissler im Metallgewerbe, in die großelterliche Firma einzusteigen.
Durch großen Fleiß erlernte er schnell filigranes und hochwertiges Arbeiten.
Auch meine Mutter, Frau Brigitte Stieh, half regelmäßig halbtags mit.
Nach meiner Lehre als Bürokaufmann und absolviertem Grundwehrdienst (Ende 1979), beschloss auch ich, meine berufliche Zukunft in unserem Familienbetrieb zu suchen.
Ich kümmerte mich hauptsächlich um betriebliche Abläufe und kaufmännische Belange.
1984 wurde Herbert Marx Rentner, führte aber die Firma bis zur Übergabe im Jahr 1989 weiter.
1986 starb die Seniorchefin, Frau Erna Marx.
1987 heiratete ich meine Frau Susanne, die auch sofort im Rahmen Ihrer Möglichkeiten (da eigene Berufstätigkeit) im Betrieb mitarbeitete.
1988 wurde unser Sohn Pascal geboren.
1989 wurde der Betrieb an mich übertragen.
Anfang der 90 er Jahre erlebte unser Betrieb seine Blütezeit, sogar der Vater meiner Frau, der bereits Rentner war, half regelmäßig mit.
Die neue Lebensgefährtin meines Großvaters, Frau Irmgard Tatsch, sortierte die fertigen Steine nach der entgültigen Politur.
1992 zog meine Familie in das neu erbaute Haus in der Lindenstraße in Mörschied, wo in eigens vorgesehenen Fabrikräumen ein Teil der Arbeiten verrichtet wurde.

 

Mitte der 90 er Jahre wurde das Geschäft von Jahr zu Jahr schlechter, was auf die große Konkurrenz und eine regelrechte Schwemme an Fertigware und Rohware aufgrund der Grenzöffnung zurückzuführen war. Nur durch Beschleunigung der Fertigungszeiten und einer erneuten Steigerung der Qualität konnten wir mit dem Osten mithalten.
Im Laufe der Jahre stabilisierte sich die Lage wieder, jedoch wurde die Arbeit viel spezieller und die hohen Stückzahlen früherer Jahre wurden nicht mehr erreicht.
1999 ging mein Vater in Rente.
Im September 2001 starb Herr Herbert Marx und der Betrieb wurde komplett nach Mörschied verändert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Chronologie

 

 

 

1966

Firmengründung im Wohnhaus Bruchweiler, Idarwaldstraße 5.
Beginn mit einfachen Bernsteinarbeiten im Lohnschliff.

 

 

1975

Umzug der Familie Herbert Marx samt Firma nach Bruchweiler, Birkenstraße 1,
aus Platzgründen

 

1977

Eintritt des Schwiegersohnes Herrn Herbert Stieh in die Firma

 

 

1980

Eintritt des Enkels Herrn Armin Stieh in die Firma

 

1984

Herbert Marx wird Rentner, verbleibt aber in der Firma

 

1986

Tod der Seniorchefin Frau Erna Marx

 

1989

Übertragung der Firma an Armin Stieh

 

1992

Umzug der Familie Armin Stieh und Teilumzug der Firma nach Mörschied, Lindenstraße 18

 

 

1999

Herbert Stieh wird Rentner

 

 

 

2001

Tod des Firmengründers Herbert Marx

 

 

 

 

2001

Aufgabe des Firmenstandortes Bruchweiler und Komplettumzug nach Mörschied

 

 

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