Wissenswertes über Bernstein

 

Naturbernstein - Gold des Nordens

Der Name Bernstein wird hergeleitet vom niederdeutschen bernen = brennen.

Andere Namen: griechisch: elektron (hierher kommt der Begriff Elektrizität.
Bernstein lädt sich beim Reiben elektrisch auf).

englisch: amber
französisch: ambre

Baltischer Bernstein ist fossiles Harz aus Nadelbäumen des Eozäns (Kiefernart pinus succinifera) und ist ca. 40-55 Millionen Jahre alt.
Hauptfundorte sind Palmnicken/Ostpreußen und Jantarny/Russland.
Der Abbau erfolgt hauptsächlich im Tagebau, bei einer Fördermenge von ca. 700-900 Tonnen pro Jahr.
Hiervon ist nur ein Bruchteil schmuckfähig.

Bestandteile (ca.): 80% Kohlenstoff, 10% Wasserstoff,
10% Sauerstoff und geringe Mengen Schwefel.
Härtegrad: 2 - 2,5 Moshärte
Dichte: 1,05 - 1,10 g/ccm
Farben: durchsichtig bis opak (undurchsichtig), weiß, weißlich-gelb, gelb, citrin, Cognac-Farben, dunkelbraun, grün (moosgefärbt), schwarz.

Die Gelbtrübung entsteht durch Millionen kleiner Luftbläschen pro ccm. Schien vor Millionen von Jahren die Sonne auf das Harz, so erwärmte sich die Außenschicht und der Sauerstoff konnte entweichen. Diesen Vorgang nennt man natürliche Klärung. Heute wird oftmals eine maschinelle Klärung durchgeführt.

 

Sonderarten: Pressbernstein - Kleine Stücke werden bei großer Hitze und starkem Druck zusammengepresst. Dieser wird in der BRD und Österreich als Echt-Bernstein angeboten. Außerdem gibt es noch den rekonstruierten Bernstein und leider auch Kunststoffimitationen.
Echtheitstest: In starkem Salzwasser schwimmt Bernstein oben, Kunststoffe bleiben unten.
Durch die Klebrigkeit des laufenden Harzes wurden selten Insekten und Pflanzenteile eingeschlossen. Diese begehrten Sammlerobjekte nennt man Inklusen. Auch hier werden leider oft Fälschungen angeboten.

Der Bernstein findet schon seit der Jungsteinzeit als Schmuckstein Verwendung. Bei der Verarbeitung schleift man zuerst die oxidierte Außenhaut an, um sich von der Qualität des Stückes zu überzeugen. Das Bernstein als Schmuck oder in Form von Gravuren bereits im Alten Rom und in der Zeit der alten Griechen eine große Rolle im Tauschhandel spielte, hat man bei Ausgrabungen entdeckt. Daher kann man die damaligen Handelswege nachvollziehen. Schon der römische Dichter Plinius ärgerte sich, "dass ein kleines Figürchen aus Bernstein teuerer als ein Sklave sei."
Er ist der Monatsstein des Sternzeichens Zwillinge.

Zugeschriebene Heilwirkungen: Bei Halsschmerzen, als Zahnhilfe bei Kindern, bei Rheuma, bei Asthma, zur Schmerzlinderung, zur Blutstillung usw. Die goldene Farbe des Bernsteins fördert aber sicherlich beim Betrachten ein sonniges Gemüt.

Daher: Bei schlechtem Wetter niemals das Haus ohne einen Bernstein verlassen!

 

 

 

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